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Neues von der JSG FSA/Wanfried

  • vor 3 Tagen
  • 14 Min. Lesezeit


E-Jugend: Finale der Hallenkreismeisterschaft in Wanfried

Spannung pur bis zum Ende


Endlich waren wir, die JSG FSA/Wanfried, Ausrichter einer Endrunde. Eine große Ehre, dass die besten 10 Teams aus dem Werra-Meißner-Kreis bei uns in Wanfried zu Gast waren. Die Vorbereitungen für dieses Highlight wurden bereits zwei Wochen zuvor angestoßen und letztlich am Valentinstag mit dem Turnierstart abgeschlossen. Für dieses Turnier qualifizierten sich folgende 10-Top-Teams:

SC Niederhone, SC Niederhone II, JSG Meißnerland, SV Reichensachsen, SV 07 Eschwege,

JSG Kammerbach/Berkatal, JSG Witzenhausen/Hebenshausen, JSG Witzenhausen/Hebenshausen II, JSG Witzenhausen/Hebenshausen III und wir, die gastgebende JSG Frieda Schwebda Aue/Wanfried.

Die Teams trafen früh in der Sporthalle der IGS Wanfried ein, bezogen Platz, bereiteten sich vor und waren sicherlich voller Vorfreude auf die bevorstehenden Spiele der Gruppenphase. Es galt sich für die beiden Halbfinalspiele zu qualifizieren, um am Ende den Hallenkreismeisterschaftspokal gewinnen zu können. Bis zum Turnierstart um 10:00 Uhr verlieb noch ein wenig Zeit. Gelegenheit für Coach Matthias Nobach sich mit seinen JSG-Kickern in kurzen Einzelgesprächen über das Wohlbefinden eines jeden zu informieren und Antworten zu erhalten. „Welches persönliche Ziel hast du bei der heutigen Endrunde?“ wollte der E-Jugendtrainer wissen.

Die Antworten des Teams: Noah Elias: „Ich möchte ein Tor schießen!“ Linus: „Spaß haben, Tore schießen und unter die Top-5 kommen!“ Jonas N: „Besser sein als letztes Jahr. Ich möchte auf jeden Fall ins Halbfinale kommen!“ Emilyo: „Ich persönlich möchte mit `Gutem Fußball´ unter die Top-3 kommen!“ Hannes: „Ich möchte, dass wir Tore schießen, gewinnen und besser als letztes Jahr abschneiden!“ Kilian: „Cool wäre es eine Medaille zu gewinnen und unter die Top-5 zu gelangen!“ Laurenz: „Ich wünsche mir, dass wir besser sein werden als letztes Jahr und `Guten Fußball´ spielen!“ Jakob: „Ziel ist es unter die Top-5 zu kommen!“ Jonas D: „Besser als Platz 9 im letzten Jahr – Dass wir unter die Top-5 kommen!“ Ronja: „Ich möchte die Gegner nicht an mir vorbeilassen. Ich würde gerne ein Tor schießen und so die Mannschaft unterstützen!“ Tolle Zielsetzungen innerhalb des JSG-Teams und klasse, dass sie sich auf die Frage einließen und super spontan ihre individuellen Antworten formulierten. So durfte das Projekt „Endrunde – Road to Wanfried“ für unsere Kicker starten. Ein ganz besonderer Tag für uns, schließlich hat man nicht jede Hallensaison das Vergnügen ein Finale auszutragen und selbst mit einem Team vertreten zu sein. Dementsprechend herrschte eine gewisse Portion Nervosität vor, gepaart mit viel Freude aber auch einem Hauch von Druck – so bewerteten einzelne JSG-Spieler die Situation. Druck daher, weil man beim eigenen Wanfrieder Turnier voller Erwartungen und Hoffnung an sich und das Team antrat. Die Turnierleitung stand bereit, die Anzeigetafel war auf 10 Minuten Spieldauer gestellt und genullt. Die Referees fanden sich nebst Trainern bei Sebastian Krischeu zur Turnierabsprache ein. Unser Stadionsprecher Sebastian Loll war bestens für die fast fünfstündige Unterhaltung gewappnet. Sein heutiger Job: Die Mannschaften, Zuschauer und Fans durch den Spielplan zu begleiten, Zwischen- und Endergebnisse zu moderieren und musikalisch zu untermalen. Der Büdchenverkauf konnte ebenfalls starten.

Unser erster Auftritt im Endrundenturnier – Gegner: SC Niederhone – 10:36 Uhr: Mit der Einstellung „Nicht abwarten, sondern drauf gehen! Ein Spieler bleibt zur Absicherung zentral. Mit einem Sieg ins Turnier starten!“ Das Spiel begann und unser ehemaliger Mitspieler Paul Göbel stand uns mit seinem Team gegenüber. Laurenz übernahm die Aufgabe des abwesenden Mannschaftsführers Lennox in der Verteidigung. Unser Laurenz war mit einer Spezialaufgabe vertraut, die er binnen der 10 Minuten top umsetzte. Es lief gut für uns. Emilyo spielte einen genialen Steckpass auf Jonas D, der das 1:0 für uns schoss. Den Futsalball platzierte er dabei rechts unten im Kasten. Die Führung wurde ausgebaut. Laurenz und Ronja initiierten den Angriff aus der Tiefe über Emilyo. Gerade noch Vorlagengeber, schrieb sich unser Linksfuß in die Torschützenliste ein. Den perfekten Turnierstart zurrte Hannes mit seinem Treffer zum 3:0 Endstand fest. Noah Elias Schuss wurde als Abpraller noch mal scharf und Hannes bezwang den SCN-Schlussmann. Ein wahrlich gutes Gefühl machte sich in unserem Team breit. Durchatmen und dem anfänglichen, selbst auferlegten Druck standgehalten. So euphorisch und mit guter Laune durfte es gerne weitergehen. Mit den Kickern der JSG Witzenhausen/Hebenshausen III wartete Steffen Rudolph auf unsere Partie. Unser zweiter Auftritt im Endrundenturnier – Gegner: JSG Wiz/Heb III – 11:24 Uhr: In der Vorrunde hatten wir bereits das Vergnügen gegen die JSG des nördlichen Werra-Meißner-Kreises zu spielen. Dort waren wir damals erfolgreich. Dies sollte sich am heutigen Finaltag bitte nicht ändern. Die Coaches stimmten das Team ein als über die Hallenboxen unsere Spielankündigung durchdrang. Eine ganz ähnliche Herangehensweise, wie zum Turnierauftakt, besprachen die Trainer und die Mannschaft. Mutiges Stürmen und tapferes Verteidigen als Zielbild, um dem Wunsch Top-5 näher zu kommen. Jonas N wollte als sicherer Rückhalt im Tor die „Null“ halten. In der Startformation fand sich Linus ein, da er im Spiel zuvor nicht zum Zuge kam. Emilyo bewies einmal mehr Übersicht und spielte absolut mannschaftsdienlich. Neben seiner Torjägerqualität blitzte die Eigenschaft des Vorlagengebers auf. Er sammelte den nächsten Assist indem er mustergültig auf Linus auflegte. Das 1:0 fiel und sorgte in unserem Aufgebot für weitere Sicherheit und Spielfreude. Die Hälfte der Spielzeit war vergangen als Abwehrstabilisator Laurenz seinen Tordrang in einem gekonnten Sololauf krönte. Auf der rechten Spielfeldseite nahm er Geschwindigkeit auf und konnte mit enger Ballführung seine Gegner hinter sich lassen. Flach zischte der Ball ins lange Eck. Unsere tapfer agierenden Kontrahenten verkürzten noch auf 1:2. Jedoch änderte dies am Ausgang der Partie im Hinblick auf die Entscheidung, wer das Spiel gewinnen würde, nichts mehr. Eine gute halbe Stunde mussten wir auf unseren nächsten Einsatz warten. Zeit die bisherigen Geschehnisse einzuordnen und natürlich auch zu reflektieren, ob wir gute Chancen auf das Weiterkommen haben würden. Die Spieler studierten dabei den Turnierplan und verfolgten die Ergebnisse auch über die Fußballplattform im Internet – mittlerweile ganz normal. Unser dritter Auftritt im Endrundenturnier – Gegner: JSG Witzenhausen/Hebenshausen – 12:12 Uhr: Jan Rauch konnte genauso wie unsere JSG aus dem Vollen schöpfen. Wir waren gewarnt vor den Dribbelkünsten und der Torgefahr von Finn und Oskar sowie den gesamten Teamleistungen der vorherigen Turniertage. Einmal mehr waren also Einstellung, Mut, Wille, Körpersprache und das Vertrauen an das eigene Können gefordert. Die 10 Minuten gegen Jesaja, Oskar, Finn, Felix, Clemens und Co sollten uns alles abverlangen. Eine konzentrierte und engagierte Mannschaftsleistung würde uns hier den gewünschten Punktgewinn bringen können. Die Vorgehensweise war besprochene und vereinbarte Sache unter Trainern und dem Team. Dribblings endeten beidseitig in guter Zweikampfführung und natürlich auch im Bespielen der Gefahrzonen. Und so wurde es öfters brenzlich vor dem Jonas Kasten der gastgebenden JSG. Über die gesamte Spielzeit hinweg, konnten wir dem Druck letztlich standhalten und kamen ehrlicherweise dabei selbst nur punktuell zu Entlastungsmomenten, doch den Fight nahmen wir zu jeder Zeit des Matches an. Und so verdiente sich unsere Truppe vor heimischer Kulisse den wertvollen Punktgewinn und den dazugehörigen Applaus aus dem Fanblock. „Drei Spiele, 7 Punkte – hier ist heute für uns wirklich etwas sensationell Gutes möglich!“ resümierte der Coach der Brombeerkicker und Kleeblätter. Euphorie machte sich breit – berechtigterweise. Alles deutete darauf hin, dass in Gruppe 2 der Endrunde, den Halbfinaleinzug die beiden ungeschlagenen Teams der JSG Witzenhausen/Hebenshausen und der JSG FSA/Wanfried unter sich ausmachen würden. Mit 7 Punkten waren die Voraussetzungen definitiv keine schlechten. Unser vierter Auftritt im Endrundenturnier – Gegner: JSG Kammerbach/Berkatal – 13:24 Uhr:

Da die Nordlichter des WMK (JSG Wiz/Heb) ihr letztes Gruppenspiel gegen den SC Niederhone mit 0:2 gewannen, stand für uns fest: Wir stehen im Halbfinale! Klar war aber auch gegen den letzten Gruppengegner `Guten Fußball´ spielen und gewinnen. Wir legten den Fokus auf unsere Offensivbemühungen ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen. Mit einem 5:1 Torverhältnis und dem zweimaligen „Zu Null spielen“ wollten wir unsere Erfolgsserie fortführen und unsere ganz eigene Historie schreiben. Mutig und zielstrebig auf das Tor der Gegner spielen, dabei mannschaftliche Geschlossenheit zeigen, spielen und natürlich auch auf der Rotationsbank neben dem Spielfeld leben. Über die Breite des Spielfeldes die Tiefenläufe erzwingen beziehungsweise die Räume zwischen den gegnerischen Ketten bespielen, sollten zum Matchplan gehören. Chancen ergaben sich – dennoch mussten wir geduldig sein. Das 1:0 durch Emilyo war gleichbedeutend mit dem Endstand und Tabellenplatzierung 2 der Gruppenphase. Nach Abpiff war der Jubel über das Erreichte standesgemäß groß. „Wir haben jetzt bereits mehr erreicht, als die Meisten von euch als ihr persönliches Ziel ausgegeben hatten. Besser als letztes Jahr und unter die Top-5 kommen! Wir sind nun unter den besten 4 Mannschaften der Hallenmeisterschaft. Wow! Gratulation. Eure Fußballgeschichte im heutigen Endrundenturnier geht weiter!“ wussten die Trainer zur guten Stimmung beizutragen. Nach fairen, spannenden und interessanten Spielen binnen der Gruppenphase standen nun die beiden Halbfinals im Mittelpunkt. In Gruppe 1 qualifizierten sich neben unserem Halbfinalgegner, die JSG Meißnerland (8:1 Tore, 10 Punkte), auch die SV 07 Eschwege (5:2 Tore, 7 Punkte). Die Paarungen der Halbfinalspiele liefen überkreuz, soll heißen: Der Gruppenerste der Gruppe 1 sollte auf den Gruppenzweiten der Gruppe 2 treffen und der Gruppensieger der Gruppe 2 sollte es mit dem Gruppenzweiten der Gruppe 1 zu tun bekommen:

1. Halbfinale: JSG Meißnerland vs JSG FSA/Wanfried

2. Halbfinale: JSG Witzenhausen/Hebenshausen vs SV 07 Eschwege

Unser Auftritt im 1. Halbfinalspiel - Unser Gegner: JSG Meißnerland – 14:00 Uhr: „Freunde und Freundin!“ eröffnete Coach Matze seine Halbfinalansprache gegenüber seinem Team. „IHR habt es ins Halbfinale geschafft. Nun wartet die Meißnerland-Mannschaft auf uns. Wir werden es ganz ähnlich angehen wie im Gruppenspiel gegen Oskar, Finn und Co. Kompromissloses Verteidigen und Nadelstiche bei unseren Offensivaktionen setzen. Heute ist hier in unserer Halle alles möglich. Glaubt an euch! Wir, die Trainer, glauben fest an euch und euer Können. Eure Fans und die Halle stehen hinter euch und fiebern mit euch mit. Versucht und gebt alles und ihr werdet euch belohnen!“ Sebastian Loll – unser Stadionsprecher – moderierte das Spiel an. Es lag Spannung in der Luft. Es knisterte, es war unglaublich: Ein ganz besonderer Moment in der noch jungen Fußball-Laufbahn unserer JSG-Spieler. Man hätte unserer Mannschaft noch so Vieles mit auf den Weg geben können. Doch nun sollte nur noch das Fußballerische auf dem Hallenboden zählen. Spaß, Spielwitz, Disziplin, Mut, Kampf, Wille, Teamgeist, Glaube – all das verkörperten unsere E-Junioren im Laufe der Hallensaison 25/26. Ein letztes Spiel um ins FINALE zu gelangen. Sagenhafte 20 Spiele bestritten unsere Helden von der JSG FSA/Wanfried bis zum alles entscheidenden Halbfinalmatch. 8 Vorrundenspiele (5 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen) sowie 8 Zwischenrundenbegegnungen (6 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage) und die bis dato 4 Endrundenmatches (3 Siege & 1 Remis) brachten uns bis hierhin – unser Weg nach Wanfried oder „Road to Wanfried“. Das Spiel begann druckvoll und es wurde frühzeitig klar, dass uns die Gegner anlaufen und in die eigene Hälfte pressen würden. Unsere Aufmerksamkeit in der Verteidigung war gefordert. Laurenz, Emilyo, Noah Elias und Co nahmen ihre Aufgaben ernst und warfen alles in die Waagschale. Mit Mann und Maus wurde das Jonas Tor verteidigt. Unsere gewünschten und notwendigen Nadelstiche setzten wir zwar, wir waren aber letztlich nicht zwingend genug. Die Zeit auf der Anzeigetafel verrannte unermüdlich. Das 0:0 hatte Fortbestand. Unser Gegner war spielbestimmender und forderte so ein „Limitspiel“ unsererseits. Dass man am Limit spielend nicht immer die besten Entscheidungen treffen konnte, war uns allen klar. Dennoch erfüllten wir unsere Aufgabe aufopferungsvoll. Und brachten wir bei den Elias Schüssen mal keinen Fuß mehr zum Blocken dazwischen, konnte sich Goalie Jonas beweisen. Von der Hand zu weisen war keinesfalls, dass wir auch das Quäntchen Glück für uns unter Beschlag genommen hatten. Für den Fall, dass wir die Abschlüsse nicht unterbinden oder Jonas noch irgendwie die Fingerspitzen an die Flugobjekte bringen konnte, war das Aluminiumglück auf unserer Seite. Entweder klatschte der Futsalball vom Pfosten ins Feld zurück, vor unsere Füße und raus aus der Gefahrenzone oder vom Lattenkreuz in die Arme des wachsamen Keepers. Ehrlicherweise retteten wir uns in die zweiminütige Verlängerung. Nervenkitzel ohne Ende, schweißtreibend für jeden, der es mit unserer JSG hielt, also nichts für schwache Nerven. Die abschließenden 120 Sekunden Overtime sollten keine Entscheidung herbeiführen. Spannung pur eben. Nun ging es ins 7-Meter-Schießen. Wir sammelten uns im Kreis und nominierten innerhalb kürzester Zeit die Schützen. Für uns stellten sich die fünf mutigen Spieler der gleich folgenden Herausforderung und dem damit verbundenen Druck und Nervenkitzel:

Emilyo, Laurenz, Jonas D, Ronja und Noah Elias traten im Wechsel mit den Gegnern im Wettkampf vom Punkt an. Das Team positionierte sich mit gutem Blick auf den Punkt und das Tor. Die Spieler bildeten eine Reihe und legten zum Zeichen der Gemeinschaft die Arme über die Schultern des Mitspielers und der Mitspielerin, Trainer mit inbegriffen. Ein packender 7-Meter-Krimi brachte die Halle zum Beben. Laurenz traf für unsere Farben, doch der Ausgleich folgte prompt. Klasse Torwartparaden gab es von Phil Hartung zu bestaunen genauso wie von unserem Schlussmann Jonas. Die Meißner-Kicker waren ein Tor in Front. Unser letzter Schütze aus der 5er-Reihe war nun gefordert den Ausgleich zu schießen und das K.O.-Schießen zu erreichen. Unser jüngster Kicker, der Wanfrieder-Jung. Noah Elias trat den Weg zum Punkt mit Ball im Schlepptau an. Tränen in den Augen, aber mit starkem Willen den 7-Meter anzutreten, um zu verwandeln. Was soll man sagen? Er bewies die Coolness und setzte den Ball unhaltbar in den Winkel. Im Nachhinein sagte sein Trainer nur: „Klar, den kann man so machen! Unglaublich, verrückt.“ Ein 2:2. Der Spannungsbogen hatte sein Maximum noch immer nicht erreicht. Es folgte das K.O.-System. Die Abfrage im Team brachte Kilian als nächsten Schützen hervor. Da er ebenso wie sein Kontrahent zuvor nicht traf, wurde die Entscheidung um ein weiteres Schützenpaar vertagt. Meißnerland traf. 3:2 nach 7-Meter-Schießen. Nun trat Jonas, unser Keeper, an den Punkt heran. Der Pfiff ertönte, er lief an doch der stark haltende Phil im Meißner-Tor parierte und machte den Finaleinzug für sein Team perfekt.

Welch eine Dramaturgie. Ein unfassbar spannendes Halbfinale mit dem glücklicheren 7-Meter-Ausgang für die Julia Müller Mannschaft. In unserer Enttäuschung und Traurigkeit gratulierten wir der JSG Meißnerland zum Einzug ins Finale. Tröstende Worte, tosenden Applaus und mit Stolz empfingen die Eltern, Fans und Gönner unserer JSG die Hallenhelden von Wanfried. „IHR habt eine grandiose Hallenrunde gespielt. IHR habt eure eigenen Zielsetzungen übertroffen. IHR habt heute und in den vergangenen Turnieren EURE Geschichte geschrieben. IHR dürft mega stolz auf euch sein. Zur Sensation hatte wirklich nicht viel gefehlt! Gratulation an euch!“ fasste ein zu Tränen gerührter Coach vor Mannschaft, Trainerkollegen, JSG-Fanblock und weiteren Fans den `Weg nach Wanfried´ zusammen. Im zweiten Halbfinale setzte sich die SV 07 Eschwege gegen unsere Freunde der JSG Witzenhausen/Hebenshausen durch. Schnell gerieten die JSG-Spieler in Rückstand. Philipp Lais traf vom Punkt. Doch im Hallenfußball sind schnelle Aktionen und ein Aufholen eines Rückstandes sehr gut möglich. Und so wurde es nochmal spannend beim Ermitteln des zweiten Finalisten. Die 0:2 Führung keinesfalls ein dickes Polster – Youssef Jameah baute den Vorsprung aus. Finn forcierte seine Bemühungen mit seinem JSG-Team und so fiel das 1:2 in der 8. Spielminute. Mehr Tore sollten jedoch nicht mehr fallen und so zogen die Kreisstädter jubelnd ins Endspiel der Endrunde ein. Das Finale: JSG Meißnerland vs SV 07 Eschwege

Ursprünglich waren 29 Teams für die Mission „Hallenkreismeisterschaft 25/26“ angetreten. 520 Tore waren bis zum Finale gefallen. Diese beiden Teams hatten sich als die „Stärksten & Besten“ ins Finale gespielt und gekämpft. In dem einen oder anderen Spiel eventuell auch etwas gezittert. Keinesfalls unverdient standen sich die Finalisten in einem packenden Duell gegenüber. Chancen ergaben sich hüben wie drüben. Das Spiel blieb spannend bis zum Schluss. Die Offensivreihen trafen auf gute Verteidigungslinien. Die Torhüter machten einen klasse Job. Auch nach der zweiminütigen Verlängerung fiel keine Entscheidung um den Pokal. Erneut musste ein 7-Meter-Schießen herhalten. Der JSG-Torwart Phil sollte zum Helden werden. Mit drei gehaltenen Schüssen krönte er seine Leistung, avancierte zum 7-Meter-Killer und brachte sein Team auf die Siegerstraße. Einmal mehr, denkbar knapp, endete der letzte Akt des Hallenzaubers im 7-Meter-Schießen mit 1:0. Das 521. Tor war also der entscheidende Treffer! Glückwunsch und Gratulation an die JSG Meißnerland für den Titelgewinn „Hallenkreismeister 25/26“ im E-Juniorenbereich. Glückwunsch selbstverständlich auch an den Finalisten SV 07 Eschwege für die starke Performance. Eine spannungsgeladene Hallenendrunde fand ihren Abschluss. Michael Meurer nahm die Siegerehrung vor. Dankte für faire und spannende Spiele, gute Organisationen der Turnierausrichter und überreichte final den Pokal, das Objekt der Fußballbegierde. Wir, die JSG FSA/Wanfried, sagen Danke für ein tolles Endrundenturnier mit fairen Teams, spannenden Spielen, genialen Jubelszenen und stets vielseitigen Fußballaktionen, die Spaß auf mehr machen. Ein großes Dankeschön entsenden wir den Schiedsrichtern, der Turnierleitung, den Mannschaften, Trainer/innen und Betreuern/innen sowie allen mitgereisten Fans, die für gute Stimmung sorgten. Ebenso danken wir in eigener Sache unserem Stadion- und Hallensprecher Sebastian Loll. Auch unserem Büdchenteam gilt es ein großes Dankeschön auszusprechen: Ohne eure Verpflegung und gute Laune wäre ein solches Turnier nicht möglich gewesen. Zuletzt möchten wir natürlich noch allen Helfern und Helferinnen danken. Ihr alle habt dazu beigetragen, dass wir ein reibungsloses und sportlich tolles Turnier austragen konnten. So geht Kinderfußball.



Heimspiel gegen den FC Großalmerode II

Spiel aus der Hand gegeben


Das Seeparkstadion wurde erstmalig Schauplatz der E-Junioren-Rückrunde in 2026. Der 21.03.26 war offizieller Spieltag in der Platzierungsrunde Gruppe 1. Mit den Tonstädtern kamen vornehmlich 2016er Spieler um Coach Timo Hoffmann nach Meinhard gereist. Genauer gesagt, war der 9er Kader mit 7 Spielern des Jahrgangs 2016 gespickt und um je einen Spieler des Jahrgangs 2015 und 2017 erweitert. Vor der II hinter dem Mannschaftsnamen warnte der JSG-Coach seine Schützlinge bei der Spielansprache. Im Spielsystem 2-3-1 ließ der Übungsleiter seine Mannschaft auflaufen mit dem Wunsch den Ball immer haben zu wollen, mutig nach vorne zu spielen und Breite sowie Tiefe des Platzes zu nutzen. Die Startformation um Jonas D, Laurenz, Jakob, Emilyo, Noah Elias und Ronja im Feld, vervollständigte Jonas N als Schlussmann. Kilian, Joss und Linus nahmen nachdem man gemeinsam auf dem Platz zur Begrüßung auflief, auf der Rotationsbank Platz, wohlwissend, dass jeder Kicker zu seinen Einsätzen kommen solle. Großalmerode eröffnete mit dem Anstoß das Match. Wir taten gut daran an unserer Spielweise festzuhalten und Passsicherheit und Spielwitz an den Tag zu legen. Es harmonierte auf dem holprigen Rasen zwischen den Spielern und Mannschaftsteilen. In der 13. Spielminute die zündende Idee unseres Mittelfeldspielers mit der Rückennummer 13. Emilyo lief an, passte parallel zur linken Seitenauslinie auf Jonas D. Im Eins-gegen-Eins setzte sich der beidfüßige Spieler mit einem Beinschuss vom Gegner ab und nahm Kurs auf das Joscha Tor. Mit der Pieke versenkte er den Ball im langen rechten Toreck zur 1:0 Führung. Unsere Gegner erprobten ihre Angriffsbemühungen. Ein Ball auf Jona – Stürmer bzw. Flügelspieler der Tonstädter – fing unser Goalie ab. Es folgte eine der geforderten „schnellen Entscheidungen“ indem er den Ball per weitem Abschlag auf den durchsprintenden Laurenz jagte. Aus spitzem Winkel verwandelte er im Vollsprint zum 2:0 in der 15. Spielminute. Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Jona. Aus seiner Sicht traf er leider nur den Pfosten, sodass es beim unveränderten 2-Tore-Vorsprung für unsere JSG blieb. Glück gehabt! Der Dreifachwechsel wurde vollzogen. Joss kam für Ronja, Kilian für Jonas D und Linus für Noah Elias – alle Wechsel positionsbezogen. Unser Ersatzkapitän Emilyo versuchte durch Lesen des Gegners seine Mitspieler zu lenken. Auf die Eröffnungsszenen der Gäste agierte er mit seinem Team gut: Ob lange Bälle vom Goalie geschlagen wurden oder das Kurzpassspiel über die Abwehr angewandt wurde, Emilyo lenkte mit Laurenz und Joss die Abwehrreihe, um spätestens die „2. Bälle“ zu erobern und für unser Spiel zu gewinnen. Mit dem 2:0 ging es in die Halbzeitpause. Den bisherigen Spielstil konnten wir weiter nutzen, denn wir hatten dem Spiel weitestgehend unseren Stempel aufgedrückt. Die JSG-Trainer-Worte: „Übt weiter dem Spiel euren Rhythmus zu geben. Nutzt die verschiedenen Situationen, um gemeinsam den Gegner in deren Hälfte anzulaufen oder zieht euch ein wenig zurück, um die ersten Pässe zu erlauben und dann zuzustellen! Ihr entscheidet. Bleibt spielfreudig. Wir dürfen nur nicht meinen, dass wir das Spiel schon gewonnen haben!“ Nach Wiederanpfiff verstrichen nur wenige Sekunden als wir auf 3:0 erhöhten. Eine Ecke war vorausgegangen. Emilyo trat den Eckball von rechts scharf in den Strafraum wo Laurenz seine Sprungkraft nutzte und zum Doppeltorschützen einnickte. Wir hatten bis dato nahezu alles im Griff. Eine ordentliche Herangehensweise und eben auch drei Tore, die uns weiter Sicherheit geben sollten. Den Anschlusstreffer zum 3:1 ermöglichten wir dem FC indem wir einen gegnerischen Befreiungsschlag in unserer Spielfeldhälfte erliefen. Es folgte eine semi-gute Entscheidung durch unseren Verteidiger, der sich in den Gegner drehte – für die nächste Einleitung des Offensivfußballs. Luke eroberte den Ball und sah sich mit seinem Mitspieler Jonas auf weiter Flur alleine auf das JSG-Tor zu laufen. Der Blick erhob sich vom Ball und zack legte Luke für Jonas vor dem Tor quer, sodass die Nummer 9 der Großalmeröder netzen konnte (36. Minute). Timo Hoffmann und sein Team bekamen nun mehr Zugriff im Mittelfeld. Man merkte, dass der Anschlusstreffer seinen Jungs guttat. Plötzlich waren Luke, Jonas, Till und Jona präsenter. Schnelle Ballrückeroberungen brachten sie in Fußballlaune. Folgerichtig kassierten wir unseren zweiten Gegentreffer zum 3:2 nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer. Jonas Hoffmann – Trainersohn des FC – markierte seinen zweiten Treffer und wurde zum Doppeltorschützen. Doch was war mit unseren JSG-Kickern? Wir hatten keinen Zugriff mehr im Mittelfeld. In der Verteidigung waren wir „luftig“ unterwegs und machten so unseren Gegner stark. Ein Hilferuf aus der zentralen Verteidigungsposition hallte durch das Seeparkstadion: „Warum lasst ihr mich hier alleine?“ lautete die Aufforderung zur Unterstützung. Wir waren stückweit von der Rolle. Wir gaben binnen 9 Spielminuten das Spiel aus der Hand. Der Ausgleich fiel durch Luke, dem Zehner im Mittelfeld, in der 42. Minute und damit nicht genug. Fünf Minuten vor dem Spielende der Tiefpunkt für die Gastgeber – für unsere JSG. Till traf zum 3:4 Endstand. Die Gäste drehten das Spiel auf den Kopf und gingen aufgrund der starken Moral und den spiel- und kampffreudigen 9 Spielminuten nicht unverdient als Gewinner hervor. Wir waren schlecht gelaunt, enttäuscht und sicherlich auch eine erhebliche Portion gefrustet. In den ersten 35 Spielminuten war für uns das Fußballspiel und die Welt quasi noch völlig in Ordnung. An unserer Spielweise und unserem Auftreten gab es keine großartigen Mängel. Ab dem Anschlusstreffer änderte sich dies allerdings grundlegend. Hektik und Passivität prägten unsere Abschlussviertelstunde. Das Spiel war uns entglitten. Trainer und Spieler fanden keinen Zugriff mehr, sodass man von einem „negativen Selbstläufer“ sprechen könnte. Doch auch in Niederlagen gibt es wieder einiges zu lernen, zum Beispiel, dass 35 Minuten passabler Fußball zum Sieg nicht ausreichen. „Für die Zukunft sollten wir stets versuchen auch in Spielphasen, in denen es für uns nicht so gut läuft, cool zu bleiben. Es gibt Spieltage an denen uns ein Gegentor das Genick bricht – so auch heute!“

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